Ich+Du=Wir 

Alles beginnt mit dem Ich.

Mit einem Menschen, der bereit ist, sich selbst zu begegnen. Verantwortung zu übernehmen, zu wachsen und seinen Platz im Leben einzunehmen.

Doch kein Ich existiert allein.

Erst in der Begegnung mit dem Du erkennen wir, wer wir wirklich sind.

Martin Buber schrieb sinngemäß: Der Mensch wird am Du zum Ich.

Und genau hier beginnt für mich Altruismus.

Nicht als Selbstaufgabe.
Nicht als moralische Pflicht.
Sondern als tiefes Verständnis von Verbundenheit.

Wenn ich erkenne, dass dein Leben und meines nicht voneinander getrennt sind, verändert sich die Frage.

Nicht mehr:

Was bekomme ich?

Sondern:

Was kann ich beitragen?

Aus dem Ich und Du entsteht ein Wir.

Und aus diesem Wir entsteht Ko-Kreation.

Menschen beginnen, ihre Fähigkeiten nicht mehr nur für sich selbst einzusetzen, sondern füreinander. Wir teilen Wissen. Wir tragen einander. Wir erschaffen miteinander. Wir dienen etwas, das größer ist als unser eigenes Ego.

Das ist für mich gelebter Altruismus:

Dem Leben dienen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Denn wenn es dir wirklich gut geht, verliert mein Leben dadurch nichts.

Es gewinnt.

Wenn ich wachse, kann ich mehr geben.
Wenn du wächst, kannst du mehr geben.
Und wenn wir beginnen, miteinander statt gegeneinander zu leben, entsteht etwas, das keiner von uns alleine erschaffen könnte.

Vielleicht müssen wir die Welt deshalb gar nicht retten.

Vielleicht dürfen wir wieder lernen, uns als Teil von ihr zu begreifen.

Ein Wald besteht nicht aus einem Baum.
Ein Körper nicht aus einer Zelle.
Und Menschlichkeit nicht aus einem Menschen.

Ich brauche dich.
Du brauchst mich.
Wir brauchen sie.
Und uns alle braucht das Leben.

Vielleicht liegt darin eine erstaunlich einfache Antwort auf viele Probleme unserer Zeit:

Vom Ich zum Du.
Vom Du zum Wir.
Vom Haben zum Geben.
Vom Gegeneinander zur Ko-Kreation.

Nicht irgendwann.

Sondern in der nächsten Begegnung.

in Liebe und Verbundenheit 

Josef Pax :)