Money mindset

Veröffentlicht am 20. August 2026 um 13:03

"Gewonnen und verloren wird zwischen deinen Ohren."

Okay.

simpel  

"verstehe ich schon und igw. auch nicht... 

ich dachte für Geld muss man hart arbeiten... "

Geld.

Alle wollen es.
Viele brauchen mehr davon.
Manche schämen sich dafür, dass sie es wollen.
Andere machen ihren kompletten Selbstwert davon abhängig.

Und irgendwie reden wir trotzdem erstaunlich wenig ehrlich darüber.

Also:

Was ist Geld eigentlich für dich?

Sicherheit?

Freiheit?

Status?

Macht?

Stress?

Ein volles Konto?

Oder dieses leicht beschissene Gefühl, wenn du beim Bezahlen kurz hoffst, dass die Karte jetzt einfach durchgeht?

Ich bin 25.

Ich bin in Deutschland aufgewachsen.

In einem Land, in dem wir dir ziemlich gut beibringen, wie man eine Gedichtanalyse schreibt aber erstaunlich wenig darüber, wie du einen Vertrag verstehst, Vermögen aufbaust, Steuern funktionieren oder du mit deinem eigenen Wert umgehst.

Und dann werden wir erwachsen.

Miete.

Versicherungen.

Steuern.

Lebensmittel.

Auto.

Altersvorsorge.

Vielleicht irgendwann Kinder.

Viel Spaß. :)

Und während sich die Welt verändert, sollen wir irgendwie herausfinden, wie dieses Spiel funktioniert.

Also fangen wir vorne an.

Was ist Geld?

Geld ist zunächst einmal etwas ziemlich Geniales.

Menschen wollten miteinander handeln.

Nur ist es relativ unpraktisch, drei Hühner gegen eine neue Hose zu tauschen, wenn der Schneider gerade keinen Bock auf Hühner hat.

Also brauchten wir etwas dazwischen.

Tauschhandel.

Gold.

Münzen.

Papier.

Plastikkarten.

Zahlen auf einem Bildschirm.

Heute überweise ich dir Geld, das ich niemals physisch gesehen habe, für eine Leistung, die vielleicht komplett digital entstanden ist.

Schon ein bisschen verrückt.

Geld verändert seine Form.

Aber die Idee dahinter bleibt:

Wir versuchen, Wert austauschbar zu machen.

Für mich ist Geld deshalb vor allem:

Energie.

Nicht im esoterischen Sinne von „Denk einfach an Millionen und morgen steht der Porsche vor der Tür“.

Sorry.

So funktioniert es leider nicht.

Ich meine Energie ganz praktisch.

Du investierst Zeit.

Aufmerksamkeit.

Wissen.

Mut.

Kreativität.

Arbeit.

Risiko.

Du löst ein Problem für einen anderen Menschen.

Und wenn dieser Mensch darin einen Wert erkennt, kann Geld zurückfließen.

Wert gegen Wert.

Eigentlich ziemlich schön.

Und jetzt wird es unangenehm.

Was denkst du über Geld?

„Geld verdirbt den Charakter.“

„Reiche Menschen sind gierig.“

„Über Geld spricht man nicht.“

„Ich brauche nicht viel.“

„Geld ist mir nicht wichtig.“

Okay.

Aber stimmt das wirklich?

Oder hast du das irgendwann übernommen?

Von deinen Eltern?

Von deinen Freunden?

Von der Gesellschaft?

Von Menschen, die selbst Angst vor Geld hatten?

Ich finde diese Frage viel spannender:

Wie viel bin ich mir selbst wert?

Und nein:

Dein menschlicher Wert steht auf keiner Gehaltsabrechnung.

Ein Mensch mit 2.000 Euro netto ist nicht weniger Wert als einer mit 20.000.

Punkt.

Aber dein Einkommen kann trotzdem etwas damit zu tun haben, welchen Wert du erschaffst, wie du diesen kommunizierst, welche Verantwortung du übernimmst und was du bereit bist, dafür zu verlangen.

Also:

Was möchtest du verdienen?

Nicht:

Was darfst du verdienen?

Nicht:

Was verdienen Menschen wie du normalerweise?

Sondern:

Was möchtest DU verdienen?

Und dann kommt die erwachsene Frage:

Welchen Wert bist du bereit, dafür zu erschaffen?

Denn wenn du mehr Geld verdienen möchtest, brauchst du meistens keine magische Affirmation.

Du brauchst Menschen.

Du musst verstehen, was ICH brauche.

Probleme lösen.

Etwas erschaffen.

Verantwortung übernehmen.

Kommunizieren.

Verhandeln.

Lernen.

Scheitern.

Nochmal machen.

Und vielleicht ist genau hier das eigentliche Money Mindset.

"Dein Denken erschafft dein Handeln".

Wenn du glaubst, Geld sei schmutzig, wirst du dich wahrscheinlich anders verhalten als jemand, der Geld als Werkzeug betrachtet.

Wenn du glaubst, du könntest niemals gut verdienen, wirst du andere Entscheidungen treffen.

Wenn du glaubst, dass du nichts anzubieten hast, wirst du deinen Wert kaum selbstbewusst vertreten.

Denken wird zu Handeln.

Handeln wird zu Gewohnheiten.

Gewohnheiten werden zu Resultaten.

Deshalb beginnt finanzielle Verantwortung nicht auf deinem Konto.

"Sie beginnt in deinem Kopf."

Aber sie darf dort nicht enden.

Du kannst dir Fülle noch so schön visualisieren. Irgendwann musst du deine Rechnung bezahlen.

Das ist der Teil, den manche Money-Mindset-Gurus irgendwie vergessen. :)

Wie viel Geld brauchst du eigentlich?

Das meine ich ernst.

Hast du dir diese Frage jemals wirklich gestellt?

Wie möchtest du wohnen?

Wie möchtest du arbeiten?

Wie viel Zeit möchtest du haben?

Möchtest du reisen?

Eine Familie?

Ein Haus?

Ein Unternehmen?

Oder willst du mit einem Rucksack durch Portugal laufen und morgens am Meer Kaffee trinken?

Beides okay.

Dein Leben. Deine Entscheidung.

Vielleicht ist Wohlstand nämlich nicht die Zahl auf deinem Konto.

Vielleicht ist Wohlstand die Fähigkeit, dein Leben so gestalten zu können, wie es deinen Werten entspricht.

Geld kann dir dabei helfen.

Aber Geld kann dir nicht sagen, was diese Werte sind.

Das musst du selbst herausfinden.

Und genau deshalb möchte ich mit dir über Geld sprechen.

Nicht, damit wir alle Millionäre werden.

Sondern damit Geld weniger Angst und mehr Bewusstsein bekommt.

Damit du lernst, es zu verdienen.

Es zu verwalten.

Es zu schützen.

Es zu investieren.

Es auszugeben.

Es weiterzugeben.

Und irgendwann vielleicht feststellst:

Geld ist weder gut noch böse.

Es ist ein Werkzeug.

Eine Form von Energie.

Und du entscheidest, was du damit machst.

Also vielleicht ist die erste Übung zum Thema Finanzen gar keine Excel-Tabelle.

Vielleicht setzt du dich heute einfach hin und fragst dich:

Was ist Geld für mich?

Und dann sei ehrlich.

Nicht cool.

Nicht spirituell.

Nicht bescheiden.

Ehrlich.

Da fängt's an.

Josef Pax :)

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