Ich bin.
mein-Selbst-ständig
Und wenn ich nicht bin, dann funktioniere ich.
Und ganz ehrlich: Darauf habe ich keine Lust mehr.
Ich möchte leben.
Nicht überleben.
Fühlen,
statt mich abzulenken.
Entscheiden,
statt nur zu reagieren.
Lieben,
auch wenn es verdammt nochmal Mut braucht.
Wir haben gelernt, produktiv zu sein.
Pünktlich.
Vernünftig. Angepasst.
Aber haben wir gelernt, lebendig zu sein?
Ich jedenfalls nicht.
Ich musste erst verstehen, dass ich jahrelang hervorragend funktioniert habe, ohne wirklich da zu sein.
Heute interessiert mich etwas anderes:
Was passiert, wenn wir aufhören, vor uns selbst wegzulaufen?
Wenn wir wirklich hinsehen.
Auf das Schöne. Auf die Angst.
Auf unsere Wunden.
Und ja
auch auf unseren eigenen Bullshit.
Das ist für mich Präsenz.
Und dann kommt der unbequemere Teil:
Verantwortung.
Nicht: Wer ist schuld?
Sondern:
Was mache ich jetzt daraus?
Denn ich kann meine Vergangenheit nicht ändern.
Aber
ich kann entscheiden,
ob sie weiterhin meine Zukunft schreibt.
Und genau dort beginnt
Gestalten.
Mein Leben nicht länger geschehen lassen.
Sondern es leben.
Ich begleite Menschen dabei,
sich selbst wieder zu
begegnen
in Kontakt zu kommen mit
sich
gestalttherapeutisch, menschlich und ohne den Anspruch,
alle Antworten zu kennen.
Ich möchte dich nicht reparieren.
Ich möchte dir begegnen.
Von Mensch zu Mensch.
Und vielleicht erinnern wir uns dabei beide an etwas,
das wir zwischen
all dem Funktionieren
vergessen haben:
Wir sind nicht hier,
um perfekt
zu funktionieren.
Wir sind hier, um verdammt nochmal zu leben.
echt, roh, menschlich
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